{"id":263,"date":"2014-09-28T16:41:37","date_gmt":"2014-09-28T16:41:37","guid":{"rendered":"https:\/\/y-jesus.org\/german\/?page_id=263"},"modified":"2025-12-17T03:08:26","modified_gmt":"2025-12-17T03:08:26","slug":"jft-das-familiengrab-jesu-tatsache-oder-fiktion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/y-jesus.org\/german\/more\/jft-das-familiengrab-jesu-tatsache-oder-fiktion\/","title":{"rendered":"Das Familiengrab Jesu: <br\/>Tatsache oder Fiktion?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wurden die Gebeine Jesu entdeckt?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wurde in Talpiot, einem Vorort Jerusalems, das Grab Jesu Christi entdeckt?<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Dokumentarfilm f\u00fcr den US-amerikanischen TV-Sender Discovery Channel aus dem Jahr 2007 versuchten James Cameron als Produzent (der Regisseur von Titanic) und der j\u00fcdische Regisseur Simcha Jacobovici, den Beweis anzutreten, dass man in der N\u00e4he Jerusalems die Grabh\u00f6hle und die Gebeine Jesu gefunden habe. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrten Cameron und Jacobovici Indizien f\u00fcr die These ins Feld, dass Jesus mit Maria Magdalena einen Sohn gezeugt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man aber tats\u00e4chlich das Grab Jesu Christ gefunden h\u00e4tte, dann w\u00fcrde die gesamte christliche Geschichte auf einer falschen Behauptung basieren \u2013 n\u00e4mlich dass Jesus k\u00f6rperlich von den Toten auferstanden sei, von mehr als 500 Anh\u00e4ngern gleichzeitig gesehen worden sei, seine J\u00fcnger 40 Tage lang unterrichtet habe und dann in den Himmel aufgestiegen sei. Bevor wir uns aber in eine weitere Verschw\u00f6rung nach da Vinci-Muster verstricken, wollen wir einen Blick auf die Fakten hinter Camerons Behauptung werfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die angeblichen Fakten:<\/h3>\n\n\n\n<p>1. Im Jahr 1980 wurden in einer ausgegrabenen Grabst\u00e4tte im Jerusalemer Vorort Talpiot zehn Knochenk\u00e4sten (Ossuarien) aus Kalkstein gefunden, die auf das erste Jahrhundert datiert werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Es wurden sechs Inschriften mit Namen entdeckt, die denen einiger Familienangeh\u00f6riger und J\u00fcnger Jesu \u00e4hnlich oder mit diesen identisch waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jeschua (Jesus), Sohn von Joseph<\/li>\n\n\n\n<li>Maria<\/li>\n\n\n\n<li>Mariamenou Maria<\/li>\n\n\n\n<li>Matth\u00e4us<\/li>\n\n\n\n<li>Joseh (Joseph)<\/li>\n\n\n\n<li>Judas, Sohn Jesu<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>3. Cameron versucht zu beweisen, dass Mariamenou Mara eigentlich Maria Magdalena sei und dass sie und Jesus zusammen einen Sohn namens \u201eJudas, Sohn Jesu\u201c gehabt h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>4. DNA-Analysen von Geweberesten aus den Ossuarien ergaben, dass Jesus und Mariamenou Mara nicht miteinander verwandt waren, was der M\u00f6glichkeit Raum gab, dass sie verheiratet waren und ein Kind hatten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein kritischer Blick auf die Indizien<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie wahrscheinlich ist es also, dass es sich hier um das Grab Jesu handelt? Nach Cameron und Jacobovici l\u00e4sst die sich statistische (Un-)Wahrscheinlichkeit, dass diese Namen zu einer anderen Familie als der von Jesus Christus geh\u00f6ren, auf 600 zu 1 beziffern. Forscher bezweifeln allerdings viele der ihrer Interpretation der Fakten zugrunde liegenden Annahmen. Lassen Sie uns sehen:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Es stimmt, dass diese Ossuarien in einem antiken Grab entdeckt wurden. Allerdings wurden in Jerusalem Tausende \u00e4hnlicher Grabst\u00e4tten entdeckt. Zudem wurden Ossuarien h\u00e4ufig f\u00fcr die Gebeine von mehr als einem Menschen verwendet. In diesem Fall enthielt das Grab nach Angaben von Dr. Craig Evans, PhD, dem Verfasser des Buches Jesus and the Ossuaries, die sterblichen \u00dcberreste von etwa 35 verschiedenen Verstorbenen, von denen etwa die H\u00e4lfte sich in diesen Ossuarien befanden. Evans weist auch darauf hin, dass die Grabst\u00e4tte stark kontaminiert war.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Haben Cameron und Jacobovici Recht mit ihren Behauptungen bez\u00fcglich der Namen auf den Ossuarien? Nicht, wenn man auf viele Experten h\u00f6rt. Manche waren auf Aram\u00e4isch, andere auf Hebr\u00e4isch und wieder andere auf Griechisch angegeben. Das verweist darauf, dass sie nicht im gleichen Zeitraum bestattet wurden. Es ist nicht einmal klar, ob \u201eJesus\u201c auf einem der Ossuarien namentlich genannt ist. Die pers\u00f6nliche Untersuchung des Ossuars durch Dr. Evans war nicht beweiskr\u00e4ftig. Stephen Pfann, ein Bibelforscher an der University of the Holy Land in Jerusalem, ist sich nicht sicher, dass der Name \u201eJesus\u201c an den S\u00e4rgen richtig gelesen wurde. Seiner Ansicht nach ist es wahrscheinlicher, dass der Name \u201eHanun\u201c lautet. Alte semitische Schriftzeichen sind bekannterma\u00dfen schwer zu entziffern.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem sollte man anmerken, dass die Namen Jesus, Maria und Joseph im ersten Jahrhundert extrem weit verbreitet waren. Etwa 25 % aller Frauen zu Zeiten Jesu trugen den Namen Maria. Auch Joseph war ein beliebter Name, und etwa jeder zehnte Mann hie\u00df \u201eJeschua\u201c. Dr. Evans verweist darauf, dass in Jerusalem etwa 100 Gr\u00e4ber mit dem Namen \u201eJesus\u201c und 200 mit dem Namen \u201eJoseph\u201c entdeckt wurden. Und der Name \u201eMaria\u201c steht noch auf vielen mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJeder Name mit Ausnahme von Mariamenou schien in dieser Zeit sehr verbreitet zu sein, aber erst im Jahr 1996 drehte die BBC einen Film, in dem die Vermutung ge\u00e4u\u00dfert wurde, dass es sich hier angesichts der Kombination der Namen um diese Familie handeln k\u00f6nne. Die These wurde allerdings letztendlich verworfen, weil \u2013 wie der neutestamentliche Forscher Richard Bauckham geltend machte \u2013 \u201aNamen mit biblischem Anklang so h\u00e4ufig vorkommen, dass die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass dies die ber\u00fchmte Familie Jesu ist, sehr gering ist.\u2018\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>3. Die Unterst\u00fctzung der gesamten Grab-Jesu-Theorie durch die Statistik steht und f\u00e4llt ganz mit der Frage von Maria Magdalena. Bedeutet der Name Mariamenou Mara, wie Cameron und Jacobovici zu beweisen versuchen, also tats\u00e4chlich Maria Magdalena? Nicht, wenn man den meisten Sachverst\u00e4ndigen glaubt. Ihre Interpretation wird von den Fakten einfach nicht gest\u00fctzt. Bauckham schreibt: \u201eDie erste Verwendung von \u201eMariamenou\u201c in der Bedeutung Magdalena geht auf einen im Jahr 185 geborenen Forscher zur\u00fcck, der die These vertrat, dass Magdalena zum Zeitpunkt ihres Todes nicht so genannt worden w\u00e4re.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Cameron und Jacobovici versicherten sich zur St\u00fctzung ihrer Argumente zwar der Mithilfe Andrey Feuervergers, eines Statistikers, dessen Zahlen jedoch auf Annahmen beruhten, die von der Mehrheit der Forscher in Zweifel gezogen werden. Tats\u00e4chlich gibt Feuerverger selbst zu, dass diese Annahmen ihm von Jacobovici vorgegeben worden seien und dass der wichtigste Faktor bei der Berechnung der Wahrscheinlichkeit von 600 zu 1 die Gleichsetzung von Mariamenou Mara mit Maria Magdalena gewesen sei.\f Feuerverger verteidigt seine Rolle in einem Interview mit der Zeitschrift Scientific American: Ich habe die Verwendung der Zahl 1 zu 600 in dem Film genehmigt. Ich stehe auch dahinter, wobei man aber wissen muss, dass diese Zahlen auf der Basis von Annahmen berechnet wurden, um deren Verwendung ich gebeten wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine von Dr. Randy Ingermanson vorgenommene statistische Wahrscheinlichkeitsanalyse zeigt jedoch auf, dass die Chance, dass es sich tats\u00e4chlich um das Grab von Jesus von Nazareth handelt, bei weniger als 1 in 10.000 liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Was muss man aber von den DNA-Analysen halten? Beweisen diese nicht, dass Jesus in dem Grab lag? Wir wollen einen n\u00e4heren Blick darauf werfen, was bei der DNA-Analyse wirklich gemessen wurde. Den Ossuarien, die Jacobovici als sowohl zu Jeschua als auch zu Mariamenou geh\u00f6rig identifiziert hatte, wurden \u00dcberreste (es waren keine zu untersuchenden Gebeine mehr vorhanden) entnommen, die einer mitochondrialen DNA-Untersuchung unterzogen wurden, um festzustellen, ob sie in einer verwandtschaftlichen Beziehung zueinander standen. Die Ergebnisse waren negativ, was zeigte, dass die beiden Personen m\u00fctterlicherseits nicht miteinander verwandt waren. Er ging somit weiterhin davon aus, dass die beiden miteinander verheiratet waren. Bauckham ist davon nicht beeindruckt. Er schreibt: \u201eWenn \u201aJesus\u2018 und \u201aMariamenou\u2018 nicht in m\u00fctterlicher Linie verwandt waren, warum sollte man dann den voreiligen Schluss ziehen, dass sie Mann und Frau und nicht einfach nur v\u00e4terlicherseits verwandt waren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, dass genau diese Namen im gleichen Grab gefunden wurden, hat Spekulationen befeuert, dass es sich wirklich um das Grab Jesu handeln k\u00f6nne. Viele Forscher glauben jedoch, dass Cameron und Jacobovici ihre Indizien zur St\u00fctzung einer These zurechtgebogen haben, f\u00fcr die es einfach keine Grundlage gibt. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcsen viele zu Widerspr\u00fcchen f\u00fchrende Fragen beantwortet werden, bevor man \u00fcbereilt zu einem Schluss kommt, der Jahrhunderte historischer Forschung auf den Kopf stellen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/y-jesus.org\/german\/more\/das-familiengrab-jesu-tatsache-oder-fiktion\/2\">Hier anklicken, um Seite 2 von 3 \u00fcber \u201eDas Familiengrab Jesu\u201c zu lesen.<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wenn es wirklich das Grab Jesu war \u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>1. Warum zitieren Cameron und Jacobovici keine Forscher, die ihren Schlussfolgerungen widersprachen? Als beispielsweise die BBC 1996 einen kurzen Dokumentarfilm zum gleichen Thema ausstrahlte, zogen Arch\u00e4ologen die darin erhobenen Behauptungen in Zweifel. Genau genommen erhob die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit aller Arch\u00e4ologen Widerspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Warum w\u00e4re das Grab der Familie Marias und Josephs in Jerusalem und nicht in Nazareth gewesen, wenn es doch damals Sitte war, Tote in ihrem Heimatort zu bestatten? Dazu der Nahostforscher und Bibelanthropologe Joe Zias: \u201eDas hat \u00fcberhaupt nichts mit Jesus zu tun. Er wurde als Jesus von Nazareth bezeichnet, nicht als Jesus von Jerusalem, und wenn die Familie wohlhabend genug war, um sich eine Grabesst\u00e4tte leisten zu k\u00f6nnen, was wahrscheinlich nicht der Fall war, dann w\u00e4re diese in Nazareth und nicht hier in Jerusalem gewesen.\u201c Zias lehnt die Behauptungen Camerons als \u201eunehrlich\u201c ab.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Warum haben die Feinde Jesu, also die F\u00fchrer des j\u00fcdischen Volkes, das Grab nicht bekannt gegeben? Sie suchten in ganz Jerusalem erfolglos nach Indizien f\u00fcr den Leichnam Jesu und behaupteten, seine J\u00fcnger h\u00e4tten ihn gestohlen. Sie hassten Jesus so sehr, dass sie ihn gekreuzigt sehen wollten, und sie w\u00e4ren \u00fcbergl\u00fccklich gewesen, wenn sie sein Grab entdeckt h\u00e4tten, wenn es denn wirklich existiert h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Warum gaben die R\u00f6mer nicht bekannt, dass die Inschriften zu Jesus geh\u00f6rten? R\u00f6mische Soldaten kontrollierten die gesamte Stadt Jerusalem und wussten, dass sein Leichnam aus einem von ihnen bewachten Grab verschwunden war.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Warum schrieben keine zeitgen\u00f6ssischen r\u00f6mischen oder j\u00fcdischen Historiker etwas \u00fcber das Grab? Kein einziger zeitgen\u00f6ssischer Historiker erw\u00e4hnt das fragliche Grab.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Warum wurde das Jakobus-Ossuar, das als F\u00e4lschung gilt, von Cameron und Jacobovici als einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die Legitimit\u00e4t des Grabes angef\u00fchrt? Der CBS-Nachrichtenkorrespondent Mark Philips hat berichtet: \u201eDas arch\u00e4ologische Establishment hat diesen Anspruch \u00fcbereinstimmend als Nonsens bezeichnet. Dies ist jetzt das zweite Mal, dass der Discovery Channel in eine umstrittene Behauptung \u00fcber ein antikes Grab verwickelt ist\u201c, meldete Phillips. \u201eDer Mann, der im Mittelpunkt des fr\u00fcheren Falles stand, muss sich jetzt vor Gericht als F\u00e4lscher verantworten.\u201c Ben Witherington, ein Experte f\u00fcr das fr\u00fche Christentum, der sich intensiv mit dem Jakobus-Ossuar befasste, sagte: \u201eEs gibt physische Gr\u00fcnde f\u00fcr die Annahme, dass es nicht aus dem Talpiot-Grab stammen kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>7. Warum warteten Jacobovici und Cameron bis kurz vor Ostern, um sowohl das Buch als auch die Dokumentation auf den Markt zu bringen? Nach Amos Kloner, dem ersten Arch\u00e4ologen, der die St\u00e4tte untersuchte, h\u00e4lt der Gedanke keiner \u00dcberpr\u00fcfung nach arch\u00e4ologischen Ma\u00dfst\u00e4ben stand, werfe im Fernsehen aber einen ordentlichen Gewinn ab. \u201eSie wollten einfach nur Geld damit verdienen\u201c, so Kloner.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Warum w\u00fcrden die J\u00fcnger Jesu f\u00fcr die Behauptung, er sei auferstanden, Folter auf sich nehmen, wenn sie doch w\u00fcssten, dass das Ganze ein Schwindel war? Der neutestamentliche Forscher Darrell Block stellt die Frage: \u201eWarum w\u00fcrde die Familie Jesu oder seine Anh\u00e4nger seine sterblichen \u00dcberreste in einem Familiengrab bestatten und dann eine Kehrtwendung machen und predigen, er sei k\u00f6rperlich von den Toten auferstanden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/y-jesus.org\/german\/more\/das-familiengrab-jesu-tatsache-oder-fiktion\/3\">Hier anklicken, um Seite 3 von 3 \u00fcber \u201eDas Familiengrab Jesu\u201c zu lesen.<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wir fragen die Experten<\/h3>\n\n\n\n<p>Der in dem Dokumentarfilm interviewte Stephen Pfann sagte, die dem Film zugrunde liegende Hypothese sei wenig glaubhaft. \u201eIch glaube nicht, dass Christen das einfach so akzeptieren\u201c, sagte Pfann. \u201eAber Skeptiker w\u00fcrden generell etwas begr\u00fc\u00dfen, das Zweifel an einer Geschichte weckt, die so viele Menschen lieb und wert halten.\u201c \u201eWie wahrscheinlich ist das?\u201c fragte Pfann. \u201eAuf einer Skala von 1 bis 10 \u2013 wobei 10 f\u00fcr absolut m\u00f6glich steht \u2013 w\u00fcrde man das wohl mit eins oder eineinhalb bewerten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Osnat Goaz, eine Sprecherin des f\u00fcr Arch\u00e4ologie zust\u00e4ndigen israelischen Ministeriums f\u00fcr Altert\u00fcmer, sagte, die Beh\u00f6rde habe sich dazu bereit erkl\u00e4rt, zwei Ossuarien nach New York zu schicken, die jedoch keine menschlichen \u00dcberreste enthielten. \u201eWir stimmten dem Versand der Ossuarien zu, was aber nicht bedeutet, dass wir mit [den Filmemachern] \u00fcbereinstimmen\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>William Dever, ein Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr nah\u00f6stliche Arch\u00e4ologie und Anthropologie, der seit f\u00fcnf Jahrzehnten mit israelischen Arch\u00e4ologen zusammenarbeitet, sagte, dass die Ossuarien unter Spezialisten seit Jahren bekannt seien. \u201eDie Tatsache, dass man sie ignoriert hat, spricht B\u00e4nde\u201c, sagte Dever, Professor Emeritus an der University of Arizona. \u201eDas Ganze w\u00e4re komisch, wenn es nicht so viele Menschen hinters Licht f\u00fchren w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich sind Cameron und Jacobovici nicht die einzigen, die behaupten, man habe das Grab Jesu gefunden. Lassen Sie uns einen Blick auf einige andere werfen, die sich in B\u00fcchern und auf Websites auf \u201eBeweise\u201c bezogen haben:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Urteil der Forschung<\/h3>\n\n\n\n<p>Wurde das Grab Jesu also wirklich entdeckt? Wir wollen dazu von einigen f\u00fchrenden Experten h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jodi Magness, Arch\u00e4ologin an der University of North Carolina in Chapel Hill, zeigte sich davon irritiert, dass die Behauptungen auf einer Pressekonferenz und nicht in einem durch Fachleute gepr\u00fcften wissenschaftlichen Beitrag publik gemacht wurden. Indem sich die Filmemacher direkt an die Medien wandten, \u201ehaben sie das Thema als eine legitime akademische Diskussion dargestellt, obwohl die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Forscher, die sich auf Arch\u00e4ologie in diesem Zeitalter spezialisiert haben, diese These rundheraus abgelehnt hat\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Magness merkte an, dass wohlhabende Familien zur Zeit Jesu ihre Toten in Gr\u00e4bern bestatteten, die von Hand aus Felsgestein gemei\u00dfelt wurden, dass sie die Gebeine in Nischen in der Wand ablegten und sie dann sp\u00e4ter in Ossuarien umbetteten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sagte, Jesus entstamme einer armen Familie, die, wie die meisten Juden dieser Zeit, ihre Toten wahrscheinlich in gew\u00f6hnlichen Gr\u00e4bern begrub. \u201eWenn die Familie Jesu reich genug gewesen w\u00e4re, um sich ein aus Gestein herausgemei\u00dfeltes Grab leisten zu k\u00f6nnen, w\u00e4re dieses in Nazareth, nicht aber in Jerusalem gewesen\u201c, so Magness.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sagte ferner, dass die Namen auf den Talpiot-Ossuarien darauf hinwiesen, dass das Grab einer Familie aus Jud\u00e4a, der Region rund um Jerusalem, geh\u00f6rte, in der man die Menschen nach ihrem Vornamen und dem Namen ihres Vaters kannte. Als Galil\u00e4er h\u00e4tten Jesus und seine Angeh\u00f6rigen ihren Vornamen und den Namen ihrer Heimatstadt verwendet, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDieses ganze Pl\u00e4doyer [f\u00fcr das Grab Jesu] steckt von Anfang bis Ende voller Fehler.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und diese Schlussfolgerung scheint die einhellige Meinung der weitaus meisten Arch\u00e4ologen widerzuspiegeln. Als unvoreingenommener Forscher, der seit 50 Jahren Ausgrabungen an historischen St\u00e4tten durchf\u00fchrt, teilt auch William G. Dever diese Ansicht. Er gilt unter Akademikern in den USA gemeinhin als der Vater der biblischen Arch\u00e4ologie. Dever schreibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIch bin kein Christ. \u201eIch bin auch kein Gl\u00e4ubiger. Ich habe kein pers\u00f6nliches Interesse an diesen Streitfragen, halte es aber f\u00fcr schade, wie man diese Geschichte aufgebauscht und manipuliert hat.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Auferstehung Jesu: Mythos oder Wahrheit?<\/h3>\n\n\n\n<p>Abgesehen vom Grab ist die eigentliche unbeantwortete Frage f\u00fcr viele jedoch diese: Welche Indizien gibt es im 21. Jahrhundert, welche die Auferstehung Jesu beweisen oder widerlegen? Die Aufmerksamkeit, die dem \u201eFamiliengrab Jesu\u201c in letzter Zeit in den Medien geschenkt wurde, fordert eine ehrliche Untersuchung des Beweismaterials. Manche Skeptiker waren der Meinung, es g\u00e4be nicht gen\u00fcgend Beweise, und sie machten sich daran, B\u00fccher zu schreiben, die die Auferstehung Jesu widerlegten. Welche \u00fcberraschenden Indizien haben sie dabei gefunden?<br><a href=\"https:\/\/y-jesus.org\/german\/wwrj\/1-jesus-wirklich-gelebt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klicken Sie hier, um einen Blick auf die Beweise f\u00fcr die fantastischste Behauptung zu werfen, die je gemacht wurde \u2013 die Auferstehung Jesu Christi!<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hat Jesus gesagt, was nach unserem Tod passiert?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist, dann muss er wissen, was auf der anderen Seite wartet. Was hat Jesus \u00fcber den Sinn des Lebens und unsere Zukunft gesagt? Gibt es viele Wege zu Gott oder hat Jesus behauptet, der einzig wahre Weg zu sein? Lesen Sie die erstaunlichen Antworten in \u201eWarum Jesus\u201c.<br><a href=\"https:\/\/y-jesus.org\/german\/wwrj\/7-jesus-relevant\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klicken Sie hier und lesen Sie \u201eWarum Jesus\u201c \u2013 Sie werden entdecken, was Jesus \u00fcber das Leben nach dem Tod gesagt hat.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kann Jesus dem Leben einen Sinn geben?<\/h3>\n\n\n\n<p>In \u201eWarum Jesus\u201c geht es um die Frage, ob Jesus heute noch relevant ist. Kann Jesus die wirklich wichtigen Fragen des Lebens beantworten: \u201eWer bin ich?\u201c, \u201eWarum bin ich hier?\u201c und \u201eWohin f\u00fchrt mich das Leben?\u201c Tote Kathedralen und Kruzifixe haben manche zu der \u00dcberzeugung gef\u00fchrt, dass er diese Fragen nicht beantworten kann und dass Jesus uns zur\u00fcckgelassen hat, um mit einer au\u00dfer Rand und Band geratenen Welt selbst fertig zu werden. Aber Jesus hat Behauptungen \u00fcber das Leben und unseren Sinn hier auf Erden aufgestellt, die untersucht werden m\u00fcssen, bevor wir ihn als desinteressiert oder machtlos abschreiben. Dieser Artikel untersucht das Mysterium, weshalb Jesus auf die Erde kam.<br><a href=\"https:\/\/y-jesus.org\/german\/wwrj\/7-jesus-relevant\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klicken Sie hier und entdecken Sie, wie Jesus das Leben mit Sinn erf\u00fcllen kann.<\/a><\/p>\n\n\n<a title=\"Send Comment\" href=\"\/german\/kommentar-absenden\/?1referring-page=Das Familiengrab Jesu: <br\/>Tatsache oder Fiktion?\"><div align=\"center\">Klicken Sie hier, um uns wissen, wie dieser Artikel hat Ihnen geholfen<br \/>\r\n<img decoding=\"async\" src=\"\/german\/wp-content\/themes\/enterprise-pro\/images\/comment_button_german.png\" alt=\"Klicken Sie hier, um uns wissen, wie dieser Artikel hat Ihnen geholfen\" style=\"border:none;\" \/><\/div><\/a>\n\n\n\n<p>Erlaubnis zur Wiedergabe dieses Artikels: Der Herausgeber gibt seine Einwilligung zur Wiedergabe dieses Materials ohne Genehmigung, doch nur vollst\u00e4ndig und f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Zwecke. Kein Teil dieses Textes kann ge\u00e4ndert oder aus dem Zusammenhang heraus verwendet werden, ohne die schriftliche Einwilligung des Herausgebers.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 2012 JesusOnline Ministries. Dieser Artikel ist ein Zusatz zur Zeitschrift Y-Jesus, herausgegeben von&nbsp; Bright Media Foundation &amp; B&amp;L Publications: Larry Chapman, Chefredakteur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wurden die Gebeine Jesu entdeckt? Wurde in Talpiot, einem Vorort Jerusalems, das Grab Jesu Christi entdeckt? 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